ORANGE THE WORLD – STAND UP FOR WOMEN

Vom 25. November (Tag gegen Gewalt an Frauen)

bis zum 10. Dezember (Tag der Menschenrechte)


#16days gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Die 16 Tage gegen geschlechterbedingte Gewalt ist eine internationale Kampagne, welche vom 25. November bis am 10. Dezember – dem internationalen Menschenrechtstag – läuft. Das gemeinsame Zeichen aller Aktionen ist die orange Farbe, die eine bessere Zukunft ohne Gewalt symbolisiert. Auch Soroptimists setzen weltweit mit der orangen Beleuchtung von Gebäuden, Denkmälern und Plätzen und verschiedenen orangen Kampagnen auf Webseiten und in den sozialen Medien ein sichtbares Zeichen.

„We stand up for women“

Soroptimists fordern Politik und Institutionen dringend auf, unverzüglich zu handeln und Massnahmen zu ergreifen. Wir wollen Veränderungen bewirken. Von der Politik muss mehr Gewicht auf Prävention von geschlechterbedingter Gewalt gelegt werden. Strukturen und Institutionen müssen besser zur Behandlung von physischer und psychischer Gewalt gerüstet sein. Frauen müssen sich sicher fühlen können, wenn sie die Verletzung ihrer (Grund-)Rechte anzeigen wollen.

Umsetzung der Grundrechte der Frauen

Die Elimination von Gewalt gegen Frauen ist der Schlüssel zur vollen Umsetzung der Grundrechte der Frauen. Auch heute noch ist weltweit eine von drei Frauen Opfer von physischer oder sexueller Gewalt. Gefühle von Schuld und Scham und die Unzulänglichkeit von Rechtssystemen halten Frauen sehr oft davon ab, über ihren Missbrauch zu sprechen und ihn anzuzeigen. Diese Missstände wollen wir mit unseren Aktionen bekämpfen.



Zahlen und Fakten in der Schweiz

 

Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt verursachen grosses Leid. Diese Verbrechen betreffen nicht nur die Opfer, sondern auch die Gesellschaft als Ganzes; sie verletzen die Menschenrechte schwer und verhindern die Gleichstellung von Frau und Mann.

Das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ist von grosser Bedeutung. Die Istanbul-Konvention unterstreicht, dass Gewalt in keiner Form toleriert werden darf.

Am 1. April 2018 ist die Konvention in der Schweiz in Kraft getreten. Die Konvention dient als Orientierungsrahmen für die Intensivierung der Gewaltprävention, des Gewaltschutzes und der Strafverfolgung in der Schweiz. Das Schweizer Recht verfügt über die notwendigen Gesetzesgrundlagen und in den meisten Kantonen sind Präventions- und Schutzmassnahmen rechtlich und institutionell verankert.

Für eine wirksame Umsetzung der Istanbul-Konvention braucht es das Engagement des Bundes, der Kantone und der Zivilgesellschaft. Die vorliegende Publikation hilft dabei mit einfachen Erläuterungen und einer Übersicht aller Bundesstellen, die sich mit der Umsetzung der Konvention befassen. Nur eine gemeinsame und aufeinander abgestimmte Politik wird uns dem Ziel der Konvention näherbringen: Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu verhüten und konsequent zu verfolgen.

Alain Berset

FAKT

Zwischen 2009 und 2017 starben 222 Personen durch ein Tötungsdelikt im häuslichen Bereich:

141 Frauen, 46 Männer, 21 Mädchen und 14 Knaben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bundesamt für Statistik (BFS), Polizeiliche Kriminalstatistik 2009–2017

 

 

FAKT

Im Jahr 2017 wurden 6957 Straftaten gegen die sexuelle Integrität und 4085 geschädigte Personen

polizeilich registriert. Von den 4085 geschädigten

Personen waren 54 % Frauen, 30 % Mädchen,

5 % Männer und 11 % Knaben.

 

 

 

 

Bundesamt für Statistik (BFS), Polizeiliche Kriminalstatistik 2017